Wachstum und Entwicklung statt Verdrängung

Wachstum und Entwicklung statt Verdrängung

Wachstum und Entwicklung statt Verdrängung

Gerade in der jetzigen Zeit erwarten wir von unseren Mitmenschen oft, dass sie immer und stetig Lebensfreude zeigen und versprühen. Nur wer sein Leben wirklich in Harmonie lebt, und das tut, was einem wahrlich Freude macht, wird immer Lebensfreude spüren. Leider erlauben wir uns dadurch oft nicht, unsere wahren Gefühle zu zeigen. Gerade dann, wenn wir Trennungen durchlaufen, weil eine Beziehung zu Ende geht, oder jemand diese Erde verlässt. Weshalb fürchten wir uns so sehr vor den Gefühlen, dem Schmerz, der Angst und allen anderen Emotionen, die mit solchen Schicksalschlägen einhergehen? Warum verlangen unsere Mitmenschen nicht selten, dass wir nach einer gewissen, zugestandenen Zeit, nicht mehr traurig sein dürfen? Wachstum und Entwicklung statt Verdrängung Wie lässt man Traurigkeit überhaupt zu? Warum denken wir, dass Vergraben weniger schmerzhaft ist? Ehrlich gesagt ist das Vergraben sehr anstrengend und es fordert viel Kraft. Kein Wunder also, dass man sich oft müde und ausgelaugt fühlt und keinen wirklichen Grund dafür findet, denn auch emotionaler Ballast laugt uns aus.

Es gibt einige Tools, die wir anwenden können, um mit emotionalem Ballast richtig umzugehen. Zuerst einmal erspüren Sie, was Sie gerade fühlen und lassen diese Emotion zu. Auch, wenn Tränen der Enttäuschung hochkommen, dann ist es eben so. Man darf sich auch durchaus einmal eine Weile bedauern, das ist völlig legitim. Es braucht Zeit und jeder darf hier für sich selbst spüren, wie lange das dauert. Fragen Sie sich, was hinter diesem Gefühl liegt und ob möglicherweise ein Wunsch, den Sie haben, nicht erfüllt wurde. Solche Erkenntnisse sind oft sehr heilsam. Natürlich sollten wir uns nicht dauerhaft in negativen Emotionen suhlen, oder diese immer wieder hervorholen. Egal, ob es sich um eine Trennung, oder um den Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres handelt, je öfter wir uns das Erlebte vorstellen, umso öfter wird man in den Sog der Erinnerung, und dadurch in diese Emotionen, gezogen. Irgendwann sollte man sich die Frage stellen, ob man dies wirklich noch für sein weiteres Leben möchte. Um mit dem Geschehenen seinen Frieden machen zu können, ist Vergebung wohl die hilfreichste Option. Jetzt mag der ein oder andere aufschreien, weil man für sich gar nicht einsieht, dass man einer anderen Person vergeben soll, für das, was einem passiert ist oder uns angetan wurde. Das kann eine Verletzung sein, die uns ein Freund oder Freundin, Eltern oder der Lebenspartner angetan hatten, es kann aber auch ein Tierarzt sein, den man für den Verlust seines tierischen Gefährten verantwortlich macht.

Vergeben jedoch bedeutet nicht vergessen. Vergeben bedeutet, seinen Frieden zu finden und das in einem Ausmaß, dass einen das Geschehene nicht mehr dirigiert. Denn seien wir doch einmal ehrlich zu uns selbst. Wem schaden wir denn, wenn wir unsere Wut, unsere Ängste und Enttäuschung nicht loslassen? Ist es die andere Person, oder sind wir es in Wirklichkeit selbst? Weshalb also fällt es uns aus dieser Erkenntnis heraus dennoch so schwer zu vergeben und die vergangenen Ereignisse loszulassen? Eine Frage, die an dieser Stelle hilfreich sein könnte, lautet: „Möchte ich mich weiterhin von einem Erlebnis aus der Vergangenheit bestimmen lassen, oder entscheide ich mich heute dazu, mein Leben selbst zu bestimmen?“ Wenn man nicht auf Selbstaufopferung steht, sollte man, den letztern Weg wählen. Natürlich braucht alles seine Zeit, denn wenn wir gerade erst jemanden verloren haben, dann braucht es auch die erforderliche Zeit der Trauer, des Bedauerns und der Wut. Alles andere wäre hier nicht hilfreich. Deshalb zuerst die Emotionen zulassen, dann vergeben und zuletzt sich selbst die Erlaubnis dazu geben, dass man wieder glücklich sein darf. Möglicherweise hilft hier auch eine von Ylvis Tagesbotschaften, die ich gerne wiedergebe.

Manchmal wäre es so einfach, wenn ihr es euch nicht immer so schwer machen würdet. Wenn du dich über etwas beschwerst und dich ununterbrochen mit Dingen beschäftigst, die dich ärgern, dann veränderst du dadurch nichts. Im Gegenteil, es erzeugt einen Konflikt nach dem anderen, und zwar in dir. Veränderung findet nur dann statt, wenn du handelst. Deine Ylvi

Und Eines noch zum Abschluss: Alles braucht seine Zeit..

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