Vergiftungen erkennen und behandeln

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Vergiftungen erkennen und behandeln

Vergiftungen erkennen und behandeln! Der Alptraum eines jeden Tierbesitzers ist wohl zweifelsohne die Angst, dass sein Tier etwas Vergiftetes aufnehmen könnte und an den Folgen stirbt. Oftmals liegt die Gefahr aber gar nicht auf der Straße oder dem Spazierweg, sondern bereits im heimischen Garten, z.B. durch das Einsetzen von Schädlings-, und Unkrautvernichtungsmitteln. Wie erkenne ich eine Vergiftung und was kann man dagegen tun, dass sind die Fragen die ich Ihnen in diesem Newsletter beantworten möchte. Leider sind die Symptome bei Vergiftungen nicht immer gleich, so dass man nicht sagen kann, wenn Dieses und Jenes eintrifft, dann ist es eine Vergiftung. Trotzdem aber gibt es Anhaltspunkte, die auf eine Vergiftung hinweisen können, und sobald Sie einen solchen Verdacht haben, sollten sie nicht länger zögern und sofort einen Tierarzt aufsuchen. Unterschiedliche Gifte verlangen eine unterschiedliche Behandlung. Solange das Gift sich im Magen befindet, wird der Tierarzt versuchen, das Tier zum Erbrechen zu bringen, was allerdings nur innerhalb der ersten 1 ½ Stunden sinnvoll ist.

Cumarinderivate, die als “Rattengift” eingesetzt werden, spielen sehr oft eine Rolle bei Vergiftungen. Die Vergiftungsgefahr durch Fressen der Nager ist weniger gefährlich, als die wiederholte Aufnahme des Präparates. Gefährlich wird es daher in der Regel durch die Aufnahme der unachtsam an zugänglichen Orten ausgelegten Giftköder. Cumarin wirkt als Antikoagulanz, das die Prothrombinbildung in der Leber blockiert, so dass es durch Blutgerinnungsstörungen und Schädigung der Blutgefäßwände zu Blutungen im gesamten Körper kommt. Erste Vergiftungssymptome treten durch die körpereigenen Prothrombinreserven erst nach einigen Tagen auf: Verwaschene Schleimhäute, Blutungen aus allen Körperöffnungen, erhöhte Herzfrequenz, schwacher Puls, Atemnot, das Tier zeigt keine Schmerzen. Labordiagnostisch stützen Gerinnungstests die Diagnose. Rechtzeitig erkannt kann man die Cumarin-Vergiftung neben der Notfallbehandlung durch Vitamin K-Gaben (Antidot) über mehrere Tage therapieren.

Organophosphat-Vergiftungen spielen vor allem als Schädlings-, und Unkrautvertilgungsmittel eine Rolle. Vergiftungssymptome können bereits nach 30 Minuten auftreten und äußern sich durch starken Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Krampfen, Blutdruckabfall, Verlangsamung des Herzschlages, Muskelzittern und Muskelsteife, Pupillenengstand, Harnabsatz und schließlich zur Lähmung. Organophosphate gelangen auch ins Gehirn, was am Ende zu Koma mit Atemlähmung führt. Darum ist hier ein sehr schnelles Handeln von Nöten.

Das Schwermetall Thallium wird zur Bekämpfung von Schadnagern eingesetzt und führt bei akuter Vergiftung bzw. durch direkte Aufnahme zu einer schweren Magen-Darm-Entzündung mit Erbrechen von Blut. Es kommt zu Bauchschmerzen mit Futterverweigerung und eventuell auch zu blutigem Durchfall. Die Symptome treten innerhalb von 4 Tagen auf und zeigen sich unter anderem noch in Atemnot, Zittern und Krampfen.

Metaldehyd ist als Schneckengift bekannt und durch seinen süßen Geschmack für Hunde sehr attraktiv. Erste Symptome treten bereits nach 30 Minuten bis wenigen Stunden auf und beginnen mit starkem Speichelfluss. Es kommt zu schnellem Erbrechen, Unruhe, Koordinationsstörungen, Durchfall, Atemnot, Zittern, Krampfen, Lähmungen, hohem Fieber und schließlich Bewusstlosigkeit. Da es kein Gegengift gibt, ist eine schnelle Entgiftung notwendig.

Zusammenfassung möglicher Symptome:

♦ Plötzliches Erbrechen ( Erbrochenes muss nicht immer schaumig und Weiß sein, allerdings erbrechen die Tiere in der Regel sehr häufig hintereinander )

♦ Akute Bauchschmerzen

♦ Plötzliche Schwäche oder Zusammenbruch

♦ Starker Durchfall mit eventuell Blutbeimischung

♦ Starkes Speicheln

♦ Atemnot

♦ Fieber

♦ Krampfanfall

♦ Überempfindlichkeit, Zucken, gesteigerte Reaktionen auf äußere Reize

♦ Blutungen an den Schleimhäuten oder blutiger Urin

♦ Muskelzittern und Lähmungen

Nützlicher Link zum Thema: Giftköder-Radar.com

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